Die Fenster unserer Hauskapelle

Moses vor dem brennenden Dornbusch

Moses hütet die Schafe, er treibt sie über die Steppe hinaus und gelangt zum Berg Horeb. Dort sieht er einen brennenden Dornbusch. Er will näher treten, um sich das Schauspiel genauer anzusehen. Da spricht eine Stimme aus der Flamme zu ihm, gebiet ihm Ehrfurcht und gibt sich Moses als Gott seiner Vorfahren zu erkennen. Die hebräischen Buchstaben für Jahwe im brennenden Dornbusch versinnbildlichen diese Offenbarung. Moses schützt sein Angesicht, aus Furcht Gott anzuschauen, mit seinen Händen. Er befindet sich in einer isolierten Zone, erst später auf der Fläche zwischen ihm und dem brennenden Dornbusch weist der Boden Strukturen aus. Dies zeigt den Abstand zwischen ihm und der Erscheinung, die Distanz, die ihm Gott gebiet zu bewahren. Die unterschiedlichen Elemente zu seiner Rechten und Linken weisen daraufhin wie Moses sich später immer wieder zwischen verschiedenen Richtungen sieht.

 

Elias in der Wüste

Elias wird nach dem Leben getrachtet. Er flüchtet in die Wüste und legt sich unter einen Ginsterstrauch. Elias will nicht mehr weiter und wünscht sich den Tod. Er schläft ein. Da wird er plötzlich von einem Engel geweckt, der ihm einen Krug Wasser und Brot bereitstellt, um ihn zu stärken für den weiten Weg zum Berg Horeb. Der Engel weist mit seiner linken Hand den Weg. Dieser wird durch die verschieden verlaufenden Linien symbolisiert. Die Linien haben ihren Ursprung in der Zone der wegweisenden Hand und tendieren zum unteren rechten Ecke. Das bereitgestellte Brot und Wasser wird in den Weg eingebunden. Elias legt sich

unter einen Ginsterstrauch um dort auch im Schaffen Schutz zu suchen. Gleichzeitig soll aber auch das Rot des Strauches die Bedrohung seines Lebens versinnbildlichen. Der Engel ist als transzendentes Wesen dargestellt, der eine Zone für sich bildet, verstärkt durch die senkrecht verlaufenden Linien zwischen Elias und dem Engel, dessen rechte Hand eine lebensschützende Geste zeigt.

Meine Absicht bei diesen Fenstern ist die Welt außerhalb des Kirchenraumes mit einer Bildersprache darzustellen, die die Wirklichkeit nicht unmittelbar wiedergibt wie man sie sieht. Die Fenster sollen durch die Linienführung, die Farbwahl und die sich ergebenden Zusammenhänge Kräfte zeigen, die aufeinander wirken. Die Beziehung zwischen Oben und Unten soll verdeutlicht werden. In den Fenstern sind verschiedene Bewegungen zu sehen, hintereinander und übereinander gestaffelt, ruhige Pole sowie seitliche Einwände.

Die einzelnen Fenster sind nur Ausschnitte aus einem die ganze Kirche umgebenden Panorama. Darin sind verschiedene Elemente zu sehen wie unterschiedliche Recht-ecke, die nach oben oder nach unten tendieren. Es sind Linien zu sehen, die vom unteren Fenster ins darüberliegende Fenster weiterführen. Kirchenfenster könnten die äußere Welt so zeigen, wie sie nur aus dem Inneren der Kirche heraus gesehen werden kann.

Quellenverweis Tobias Eder

 

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